Dies ist die Kriterien-Tab auf der Bewerber-Detailansicht. Sie öffnet sich aus der Bewerber-Detailansicht. Die Kriterien selbst definierst du auf Inserat-Ebene unter Auswahlkriterien.
Auf diesem Tab siehst du, welche deiner Vermietungskriterien ein Bewerber erfüllt — aufgeteilt in Vorauswahl (Selbstangaben) und Dokumentenprüfung (eingereichte Unterlagen). Ein Fortschrittsbalken und der Erfüllungsstand („9 von 10 erfüllt") zeigen den Stand auf einen Blick.
Was Locari automatisch tut: Bewerberdaten und Dokumente gegen jeden definierten Kriterienpunkt prüfen, Erfüllungsstatus berechnen, Garantor-Einkommen einrechnen wenn vorhanden, den Erfüllungsstand aktualisieren sobald neue Daten eingehen. Was du entscheidest: Kriterien manuell als erfüllt oder nicht erfüllt markieren, Grenzfälle beurteilen, Entscheidung trotz Abweichung treffen.
Häufige Aufgaben
- Vorauswahl einsehen
- So entsteht der Erfüllungsstatus
- Dokumentenprüfung nachvollziehen
- Garantor-Ergebnis verstehen
- Erfüllungsstand und Fortschritt ablesen
- Einzugswunsch wird umgerechnet
So gehst du vor
Vorauswahl einsehen
- Tab Kriterien öffnen — Sub-Tab Vorauswahl ist voreingestellt.
- Jede Zeile zeigt: Kriteriumsname, Anforderung, Erfüllungsstatus (grün / amber / rot).
- Beispiel: Familie Müller, Einkommen-Kriterium „mindestens 2.500 €": Bewerber gibt 2.800 € an — Status grün (erfüllt). Kriterium „keine Haustiere": Bewerber hat 1 Katze — Status amber (Grenzfall, Rückfrage offen).
- Der Fortschrittsbalken oben zeigt: z. B. 6/8 Kriterien erfüllt.
So entsteht der Erfüllungsstatus
Jeder Erfüllungsstatus ist das Ergebnis eines festen Vergleichs: Locari nimmt den Wert aus den Bewerberdaten und prüft ihn gegen genau die Schwelle, die du beim Kriterium gesetzt hast. Da ist kein KI-Gefühl im Spiel und kein Punkte-Ranking — gleiche Daten ergeben immer dasselbe Ergebnis.
Beispiel Haushaltsgröße. Du hast beim Kriterium „Haushaltsgröße" ein Maximum von 4 Personen gesetzt. Familie Müller zieht mit 3 Personen ein (Kinder zählen mit). Locari vergleicht: 3 ≤ 4 → erfüllt, Status grün. Käme eine vierte Person dazu (4 ≤ 4), bliebe es erfüllt; erst ab 5 Personen wäre die Schwelle gerissen. Genauso funktioniert ein Mindestwert: Hast du „mindestens 2 Personen" gesetzt, prüft Locari, ob die Haushaltsgröße ≥ 2 ist.
Beispiel Einkommen. Beim Kriterium „Einkommen ≥ 3x Kaltmiete" rechnet Locari die nötige Schwelle selbst aus: Kaltmiete × 3. Bei 900 € Kaltmiete sind das 2.700 €. Das gemeinsame Einkommen aller einziehenden Erwachsenen wird addiert — gibt Familie Müller zusammen 3.200 € an, gilt: 3.200 € ≥ 2.700 € → erfüllt (das entspricht dem 3,6-Fachen der Miete). Setzt du das Kriterium auf „≥ 2x", liegt die Schwelle bei 1.800 €; auf „≥ 1,5x" bei 1.350 €. Optional kannst du beim Kriterium eine Toleranz hinterlegen — dann darf das Einkommen die Schwelle um den eingestellten Prozentsatz unterschreiten und gilt trotzdem noch als erfüllt.
Welche Kriterien-Typen es gibt und wie du Schwellen, Toleranz und das Verhalten bei Nicht-Erfüllung einstellst, legst du auf Inserat-Ebene unter Auswahlkriterien fest.
Was Locari automatisch tut: Bewerberwert gegen deine Schwelle prüfen (z. B. Haushaltsgröße ≤ Maximum, Einkommen ≥ Vielfaches der Kaltmiete), das Ergebnis als erfüllt / nicht erfüllt / ausstehend setzen. Regelbasiert und nachvollziehbar — kein KI-Score, kein Ranking. Was du entscheidest: Welche Kriterien überhaupt gelten und mit welchen Schwellen. Locari bewertet nur, was du vorgibst — und lehnt nie eigenständig ab. Bei einer nicht erfüllten Anforderung wird der Bewerber für deine manuelle Prüfung markiert (DSGVO Art. 22), die finale Entscheidung triffst du.
Dokumentenprüfung nachvollziehen
- Sub-Tab Dokumentenprüfung wählen.
- Sobald Dokumente hochgeladen und ausgewertet wurden, erscheinen hier die dokumentenbasierten Kriterien — z. B. SCHUFA positiv, Gehaltsnachweis belegt mindestens 2.500 €.
- Beispiel: SCHUFA-Kriterium: Dokument liegt vor, Ergebnis „positiv" — Status grün. Enthält die Auskunft Einträge, bleibt der Bewerber qualifiziert und steht „unter Vorbehalt", mehr unter Dokumente prüfen.
Was die KI bei der Dokumentenprüfung tut: Werte aus Dokumenten extrahieren (Einkommen, Beschäftigungsdauer, SCHUFA-Ergebnis) und automatisch gegen die Kriterien abgleichen. Was du entscheidest: Bei Unstimmigkeiten erscheint das Kriterium mit amber-Status — du bestätigst oder überschreibst das Ergebnis.
Garantor-Ergebnis verstehen
Übernimmt ein Leistungsträger (Jobcenter oder Sozialamt) die Miete, genügt in der Vorauswahl die Angabe des Bewerbers; die Zeile zeigt „Miete wird vom Leistungsträger übernommen“. In der Dokumentenprüfung zählt die Zusicherung bzw. Zustimmung für diese Wohnung oder eine Bescheinigung des Trägers am Ort, deren Obergrenze die Warmmiete deckt. Fehlt sie, fragt Locari danach; fehlt bei deiner Vermietung ein Feld für den Vergleich, bekommst du einen Hinweis.
Wenn ein Bewerber einen Bürgen eingetragen hat und das Einkommens-Kriterium durch den Hauptbewerber allein nicht erfüllt wird, rechnet Locari das Garantor-Einkommen ein. In diesem Fall zeigt die Zeile zusätzlich ein „Garantor"-Badge.
Beispiel: Hauptbewerber: 1.800 € Einkommen bei Mindestanforderung 2.500 €. Bürgin Frau Schmidt: 900 € — gemeinsam 2.700 € → Kriterium erfüllt, Badge „Garantor" sichtbar.
Erfüllungsstand und Fortschritt ablesen
Der Erfüllungsstand steht oben rechts in der Karte, als Bruch: „9 von 10 erfüllt" — die Anzahl der erfüllten Kriterien und die Gesamtzahl. Keine Punktzahl, keine Note, keine Prozentzahl über einen Menschen.
Grün wird das Abzeichen nur, wenn alle Kriterien erfüllt sind; solange auch nur eines offen ist, bleibt es neutral. Grün heißt hier „erfüllt", nicht „gut" — ein Häkchen an einem Kriterium ist eine Tatsache, kein Urteil über eine Person.
Einzugswunsch wird umgerechnet
Schreibt ein Bewerber seinen Einzugswunsch in eigenen Worten, rechnet Locari ihn in einen Wert um, den das Kriterium „Einzug spätestens“ vergleichen kann: ab sofort, flexibel oder ein konkreter Tag. Fristen rechnet Locari vom Datum der Nachricht aus. Bei einer Kündigungsfrist gilt: Datum der Nachricht plus Frist in Monaten, auf den nächsten Monatsersten. Was sich nicht umrechnen lässt, bleibt leer, es wird nichts geraten.
Beispiel: Frau Schmidt schreibt am 20. Oktober: „Ich ziehe nach Ablauf meiner Kündigungsfrist von 3 Monaten ein.“ Locari rechnet 20. Januar und rundet auf den 1. Februar. Liegt dein spätestes Einzugsdatum danach, ist das Kriterium erfüllt.
Was Locari tut: Den Einzugswunsch nach festen Regeln lesen, in ein Datum umrechnen und mit deinem Kriterium vergleichen. Die KI liest, der Abgleich ist reine Rechnung. Was du entscheidest: Ob ein Einzug außerhalb deines Zeitraums für dich trotzdem passt. Du kannst das Kriterium manuell überschreiben.
Ansichten und Felder
Vorauswahl-Kriterien
Pro Kriteriumpunkt sichtbar:
- Kriteriumsname (in der Sprache deiner Oberfläche)
- Anforderungswert (z. B. „min. 2.500 €", „unbefristet", „keine Haustiere")
- Erfüllungsstatus: erfüllt / nicht erfüllt / teilweise erfüllt / nicht anwendbar / ausstehend
- Garantor-Badge bei Einkommen, das durch Bürgen gedeckt wurde
Dokumentenprüfungs-Kriterien
Pro Kriteriumpunkt sichtbar:
- Kriteriumsname und Anforderung
- Mindestdokumentanzahl (z. B. „mind. 3 Gehaltnachweise")
- Erfüllungsstatus nach Dokumentenauswertung
- Statusbadge: erfüllt / nicht erfüllt / teilweise erfüllt
Statusbedeutungen
- Erfüllt — Kriterium vollständig erfüllt
- Teilweise erfüllt — Anforderung zu n von m Teilen erfüllt (z. B. 2 von 3 Haushaltsmitgliedern)
- Nicht erfüllt — Kriterium nicht erreicht
- Nicht anwendbar — Kriterium gilt für diesen Bewerber nicht
- Ausstehend — Daten noch nicht eingegangen oder Auswertung läuft
Gut zu wissen
- Bei einer manuellen Überschreibung eines Kriteriums bleibt der ursprüngliche KI-Wert im Verlauf erhalten.
- Kriterien gelten je Inserat — zum Anpassen wechselst du zu Auswahlkriterien.