• Wie es funktioniert
  • Warum Locari
  • Anti-Profiling
  • Preise
  • FAQ
AnmeldenInserat anlegen
  • Wie es funktioniert
  • Warum Locari
  • Anti-Profiling
  • Preise
  • FAQ
Inserat anlegenAnmelden

Blog

Erstvermietung — Checkliste: was Privatvermieter vor dem ersten Inserat tun müssen

Schritt-für-Schritt-Checkliste für die erste Vermietung einer Wohnung: Energieausweis, Mietspiegel-Check, Inserat-Pflichtangaben, Selbstauskunft, Termin-Organisation, Vertrag.

Hand mit Wohnungsschlüssel an der Tür — die erste Vermietung vorbereiten

Inhalt

  1. Schritt 1 — Wohnungs-Vorbereitung
  2. Schritt 2 — Energieausweis besorgen
  3. Schritt 3 — Mietspiegel und Mietpreisbremse prüfen
  4. Schritt 4 — Inserat schreiben (mit Pflichtangaben)
  5. Schritt 5 — Bewerber-Prozess vorbereiten
  6. Schritt 6 — Besichtigungen organisieren
  7. Schritt 7 — Mietvertrag vorbereiten
  8. Was Software dir abnehmen kann
  9. Häufige Fragen

Bevor du dein erstes Inserat schaltest, brauchst du sieben Dinge: gültigen Energieausweis, Mietspiegel-Check für deine Stadt, professionelle Wohnungs-Fotos, ein klares Inserat mit Pflichtangaben (Wohnfläche, Kaltmiete, Nebenkosten, Energiekennwert, Heizungsart), eine Standard- Selbstauskunft-Vorlage, einen Plan für die Bewerber-Kommunikation, eine Mietvertrags-Vorlage. Wer das nicht vorab klärt, ist im Bewerber-Chaos verloren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gültigen Energieausweis besorgen — Pflichtangabe im Inserat (GEG § 87).
  • Mietspiegel-Check für deine Stadt — Mietpreisbremse 2026 prüfen.
  • Wohnungs-Fotos professionell oder gut selbst — entscheidet über Bewerber-Zahl.
  • Inserat mit Pflichtangaben formulieren: Wohnfläche, Kaltmiete, Nebenkosten, Energiekennwert, Baujahr, Heizungsart.
  • DSGVO-konforme Selbstauskunft-Vorlage bereithalten (3-Phasen-Modell).
  • Kommunikations-Plan: wann antwortest du? Über welchen Kanal?
  • Mietvertrags-Vorlage von Mieterverein oder Haus- und Grundeigentümer- Verband.

Allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung. Dieser Artikel wurde sorgfältig erstellt, ersetzt aber keine anwaltliche Prüfung im Einzelfall. Stand: Juni 2026.

Schritt 1 — Wohnungs-Vorbereitung

Bevor du an Vermarktung denkst: ist die Wohnung wirklich vermietbar?

Checkliste Wohnungs-Zustand:

  • Renovierungs-Status: müssen Wände gestrichen, Böden ausgebessert werden?
  • Funktionalität: alle Lampen, Türen, Fenster, Sanitär in Ordnung?
  • Sauberkeit: professionelle Endreinigung nach Vorvermietung?
  • Schlüssel: alle Schlüssel beisammen, Reserve-Schlüssel?
  • Mängel-Liste: was funktioniert nicht perfekt? (Aufzug, Lift, Heizung)

Praktischer Tipp: Eine Wohnung, die offensichtliche Mängel zeigt, zieht entweder weniger Bewerber an, oder du musst auf Mangel-Tolerante zurückgreifen — schlechte Auswahl. Lieber 2 Wochen Renovierung vor dem Inserat.

Fotos: entweder professionell (Foto-Service grobe Orientierung 200–400 €, regional unterschiedlich) oder gut selbst mit gutem Smartphone, gutem Licht, leerer Wohnung, hellem Tageslicht. Schlechte Fotos sind der größte Vermarktungs-Killer.

Schritt 2 — Energieausweis besorgen

Nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG, § 87) ist der Energieausweis bei jedem Vermietungs-Inserat Pflicht, sofern ein gültiger Ausweis vorliegt. Pflichtangaben im Inserat:

  • Energieausweis-Art (Verbrauchs- oder Bedarfsausweis)
  • Energieeffizienzklasse (A+ bis H)
  • Endenergiebedarf (kWh/m²·a)
  • Wesentlicher Energieträger (Gas, Öl, Fernwärme, Strom)
  • Baujahr des Gebäudes

Wenn du keinen Ausweis hast:

  • Bei Energieberatung oder Schornsteinfeger anfragen (grobe Orientierung: Verbrauchsausweis rund 50–200 €, Bedarfsausweis rund 300–800 € — Preise variieren je nach Anbieter und Gebäude)
  • Gültigkeitsdauer 10 Jahre — wenn deine Wohnung in einem Mehrfamilien-Haus ist, hat die WEG-Verwaltung oft einen
  • Pflicht zur Vorlage spätestens beim Besichtigungstermin

Konsequenz bei Verstoß: Bußgeld bis 10.000 €. In der Praxis selten verhängt, aber das Inserat kann von Portalen abgelehnt werden.

Schritt 3 — Mietspiegel und Mietpreisbremse prüfen

Mietspiegel: Die meisten deutschen Großstädte haben einen qualifizierten Mietspiegel, der die übliche Miete pro Quadratmeter nach Wohnungs-Größe, Baujahr, Ausstattung und Lage angibt. Online verfügbar bei der Stadtverwaltung.

Mietpreisbremse: In Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt darfst du bei Wiedervermietung die ortsübliche Vergleichsmiete um höchstens 10 % überschreiten. Ausnahmen: Erstvermietung von Neubauten, möblierte Wohnungen, umfassend modernisierte Wohnungen.

Praktisch:

  • Mietspiegel-Wert für deine Wohnung berechnen
  • Maximal-Miete = Mietspiegel × 1,10 (in Mietpreisbremse-Gebiet)
  • Wenn du höher inserierst, ist die Mietpreisbremse-Überschreitung später angreifbar — der Mieter kann nachträglich die Rückzahlung verlangen
  • Im Inserat musst du die Mietpreisbremse-Pflichtangabe machen (Vor-Miete oder Ausnahmegrund)

Strategischer Tipp: Lieber etwas unter dem Maximum inserieren — du bekommst mehr und bessere Bewerbungen, und vermeidest spätere Streit-Fälle.

Schritt 4 — Inserat schreiben (mit Pflichtangaben)

Das Inserat ist der erste Eindruck. Pflichtangaben und gute Praxis:

Pflichtangaben:

  • Wohnfläche in m²
  • Anzahl Zimmer
  • Kaltmiete monatlich
  • Nebenkosten (Heiz- und Betriebskosten getrennt ausweisen)
  • Kaution
  • Energieausweis-Daten (siehe Schritt 2)
  • Baujahr
  • Heizungsart (Gas-Zentral, Fernwärme, etc.)
  • Bei Mietpreisbremse: Vor-Miete oder Ausnahmegrund

Gute Praxis:

  • Klarer Wohnungs-Schnitt-Beschrieb
  • 6–12 gute Fotos
  • Lage-Beschreibung (Verkehrsanbindung, Einkaufs-Möglichkeiten)
  • Verfügbarkeit (ab wann)
  • Besondere Merkmale (Balkon, Tiefgarage, Keller)

Was du nicht ins Inserat schreibst:

  • Vorab-SCHUFA-Verlangen („nur mit SCHUFA-Auskunft bewerben“) — gilt überwiegend als DSGVO-Verstoß
  • Pauschale Berufs- oder Familienstand-Filter („nur Berufstätige“, „keine Kinder“) — AGG-Risiko
  • Diskriminierende Formulierungen („deutsche Familie bevorzugt“) — werden regelmäßig als AGG-Verstoß bewertet
  • Detaillierte Persönlichkeits-Anforderungen („sportlich, ordentlich, ruhig“)

Schritt 5 — Bewerber-Prozess vorbereiten

Bevor das Inserat live geht, brauchst du einen Plan, wie du mit den Bewerbungen umgehst. Sonst gehst du im Chaos unter.

Standard-Vorlagen vorbereiten:

  1. Begrüßungs-Nachricht: Standard-Antwort an eingehende Bewerbungen, mit Hinweis auf Selbstauskunft, geplante Besichtigungs-Termine, Antwort-Zeit-Erwartung.
  2. Selbstauskunft-Vorlage: DSGVO-konform, 3-Phasen-Modell-gerecht. Beim Mieterverein, beim Haus- und Grundeigentümer- Verband oder über Software-Lösungen.
  3. Termin-Vorschlag: 2–3 Besichtigungs-Slots, die Bewerber wählen können. Sammel-Besichtigung oder Einzel-Termine?
  4. Absage-Vorlage: Höflich, knapp, ohne diskriminierenden Grund.

Kommunikations-Kanal:

  • E-Mail: klassisch, gut für Dokumente, langsam.
  • WhatsApp: schnell, hohe Antwort-Rate, mobil. Mehr dazu: WhatsApp-Vermietung.
  • Telefon: hoher persönlicher Aufwand, gut für finale Klärung.

Praktischer Tipp:Definiere deine Antwort-Zeit-Erwartung. „Ich antworte innerhalb von 24 Stunden“ ist machbar. „Ich melde mich gleich“ verspricht zu viel.

Schritt 6 — Besichtigungen organisieren

Besichtigungs-Termine sind die kostspieligste Zeit-Investition in der Vermietung. Drei Varianten:

Sammel-Besichtigung (1 Termin, 5–15 Bewerber gleichzeitig):

  • Vorteil: zeitsparend, du brauchst nur 1 Stunde pro Inserat
  • Nachteil: weniger persönlicher Eindruck, Bewerber fühlen sich anonymisiert
  • Geeignet: Wohnungen mit vielen Bewerbungen, Mittel-Segment

Mini-Sammel-Besichtigung (3–4 Termine à 2–4 Bewerber):

  • Vorteil: Kompromiss zwischen Zeit und persönlichem Eindruck
  • Nachteil: mehr Termin-Organisation
  • Geeignet: Wohnungen mit mittlerem Andrang, persönlich gewünschter Auswahl-Prozess

Einzel-Besichtigung (1 Termin pro Bewerber, 20–40 Minuten):

  • Vorteil: bester persönlicher Eindruck, beste Auswahl-Basis
  • Nachteil: sehr zeit-intensiv (10 Bewerber = 4–7 Stunden)
  • Geeignet: hochpreisige Wohnungen, sensible Vermieter

Praktischer Tipp: Bei mehr als 10 Bewerber eine Vorqualifikation über Selbstauskunft (Phase 2) durchführen und nur die engere Auswahl besichtigen lassen. Sammel-Besichtigungen mit über 15 Personen werden schnell unübersichtlich.

Schritt 7 — Mietvertrag vorbereiten

Mietvertrag ist Pflicht — in Deutschland reicht zwar formal ein mündlicher Vertrag, aber für Klarheit und Beweissicherheit ist schriftlich Standard.

Vorlagen-Quellen:

  • Haus- und Grundeigentümer-Verband: bewährte, vermieter-freundliche Vorlagen
  • Mieterverein: ausgewogene Vorlagen
  • Anwalt für Mietrecht: individuell angepasst (bei besonderen Konstellationen)
  • Online-Vorlagen-Anbieter: prüfen, ob aktuell

Wichtige Vertragsklauseln:

  • Kaltmiete, Nebenkosten (Heiz- und Betriebskosten)
  • Kaution (maximal 3 Netto-Kaltmieten)
  • Schönheitsreparaturen-Klausel (formularmäßig oft unwirksam — Vorsicht)
  • Kündigungsfristen
  • Untervermietungs-Regelung
  • Haustier-Regelung (Kleintiere immer erlaubt)
  • Renovierungs-Klausel
  • Sondernutzungs-Rechte (Garten, Stellplatz, Keller)

Praktischer Tipp:Wenn du die Vorlage anpasst, sei vorsichtig mit formularmäßigen Klauseln — viele davon sind durch BGH-Rechtsprechung unwirksam (z. B. starre Renovierungs-Fristen, „Schönheitsreparatur“ -Klauseln in Standard-Wortlauten).

Was Software dir abnehmen kann

Spätestens nach der ersten Vermietung wird klar: das ist viel Arbeit. Software-Lösungen für Privatvermieter übernehmen einen großen Teil davon. Konkret beim Beispiel Locari:

  • Inserat-Schaltung auf den großen Portalen automatisch
  • Bewerber-Anfragen werden in deinem Namen beantwortet (WhatsApp und E-Mail)
  • Strukturierte Selbstauskunft pro Bewerber (DSK-konform, V2.0 Stand 2026)
  • Termin-Koordination ohne dass du jeden Termin selbst tippst
  • Übersichtliches Dashboard mit Status pro Bewerber
  • Lösch-Pflichten werden automatisch eingehalten (Bewerber-Daten gelöscht, sobald nicht mehr erforderlich; DSK-Obergrenze regelmäßig spätestens sechs Monate)
  • Du entscheidest, wer einzieht (siehe Anti-Profiling)

Was Software nicht macht: Besichtigungen vor Ort (das machst du oder ein Stellvertreter), Vertrags-Verhandlung (das machst du), persönliches Gespräch mit der finalen Auswahl (das machst du).

Pauschalpreis bei Locari: 39–259 € pro Vermietung. Vergleich zu Makler und DIY: Pauschalpreis vs. Maklerprovision.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Erstvermietung von der Vorbereitung bis zum Mietvertrag?

Als grober Erfahrungswert: 4–8 Wochen, wenn du nicht im Maximalstress-Markt vermietest. Aufschlüsselung: 1–2 Wochen Vorbereitung, 2–3 Wochen Inserat-Laufzeit mit Bewerbungen und Besichtigungen, 1–2 Wochen Entscheidung und Vertragsverhandlung, 1 Woche Übergabe-Vorbereitung. Die tatsächliche Dauer hängt stark von Lage und Marktlage ab.

Brauche ich einen Energieausweis, wenn die Wohnung im Mehrfamilien-Haus ist?

Ja. Der Energieausweis bezieht sich auf das Gebäude, nicht auf die einzelne Wohnung. Bei Mehrfamilien-Häusern hat die WEG-Verwaltung in der Regel einen — frag dort nach. Wenn keiner vorhanden ist, musst du als Vermieter einen erstellen lassen (Energieberatung, ca. 100–800 €).

Was passiert, wenn ich gegen die Mietpreisbremse verstoße?

Der Mieter kann die zu hoch gezahlte Miete nachträglich (rückwirkend bis zur Beanstandung) zurückfordern. Die Mietpreisbremse-Pflichtangabe im Inserat ist ebenfalls Pflicht — fehlt sie, kann das spätere Streit-Punkt werden. Praktisch: lieber etwas unter dem Maximum inserieren.

Darf ich nach der Religion oder dem Familienstand fragen?

In der Regel nicht. Beides ist AGG-relevant und wird nach der DSK-Orientierungshilfe (V2.0, Stand 2026) regelmäßig in keiner Phase als zulässig angesehen. Wer trotzdem fragt, riskiert Diskriminierungs-Beschwerden.

Wie viele Besichtigungs-Termine soll ich anbieten?

Hängt vom Marktdruck ab. Im angespannten Markt: 1 Sammel-Besichtigung reicht oft. In entspannten Märkten: 2–3 Termine über eine Woche, damit Bewerber wählen können. Wichtig: nicht zu viele Termine versprechen, die du nicht halten kannst.

Quellen + Weiterlesen

  • Gebäudeenergiegesetz (GEG) — § 87 (Pflichtangaben Inserat), § 108 (Bußgeld bis 10.000 €)
  • BGB §§ 535 ff. (Mietrecht), § 551 (Kaution max. 3 Netto-Kaltmieten)
  • DSK-Orientierungshilfe zur Einholung von Selbstauskünften bei Mietinteressent:innen (V2.0, Stand 2026)
  • Mietpreisbremse — verlängert bis 31.12.2029 (in Kraft seit 23.07.2025)
  • DSGVO bei der Vermietung
  • Pauschalpreis vs. Maklerprovision
  • SCHUFA, Selbstauskunft, Einkommensnachweis

Disclaimer: Dieser Artikel bietet allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung. Er wurde sorgfältig erstellt, ersetzt aber keine anwaltliche Prüfung im Einzelfall — bei konkreten Streit- oder Vertrags-Fragen wende dich an einen Anwalt für Mietrecht. Stand: Juni 2026.

Inserat schalten, Bewerber beantworten, Termine koordinieren, Dokumente strukturieren — Locari übernimmt die operative Arbeit zum Pauschalpreis. Du entscheidest, wer einzieht.

Inserat anlegenWie Locari arbeitet

← Zurück zum Blog

Persönlicher Vermietungs-Assistent. Locari arbeitet — du entscheidest.

Newsletter folgt in Kürze. Datenschutzerklärung

Produkt

  • Wie es funktioniert
  • Warum Locari
  • Anti-Profiling
  • Preise
  • FAQ

Unternehmen

  • Über uns
  • Blog
  • Changelog
  • Karriere
  • Presse

Rechtliches

  • Trust Center
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Cookie-Richtlinie
  • Widerruf & Kündigung
  • Meldung rechtswidriger Inhalte

Kontakt

  • Kontakt aufnehmen
  • Support & Hilfe
  • Datenschutz
  • LinkedIn (bald)
© 2026 Locari. Ein Service der Ametis Digital GmbH.